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Geysir – wenn Tiere um ihre verlorenen Freunde trauern

Submitted by on 26. Dezember 2011 – 06:00No Comment | 269 views

Energetische Pferdeosteopathie und Akupunktur

Geysir ist im Jahr 2001 geboren und kam 2006 zu seiner neuen Besitzerin, Frau Göttert aus Zell u.A..
Mit seinem Freund Askur teilt er sich seit einigen Monaten Box, Paddock und Weide auf dem Rauwiesenhof in Rosswälden. Er ist heute putzmunter – doch bevor  er nach Rosswälden kam, hat er einiges durchgemacht.
Im Januar 2007 hatte er einen Unfall und konnte bis April 07 nicht geritten werden.Ende Mai 07 starb seine enge Freundin Litlar und für ihn brach die kleine große Welt eines Isländers zusammen: er verfällt in eine tiefe Traurigkeit , wie sie auch Menschen zuweilen befallen kann. Er leidet unter großen Verspannungen , er verschrickt auf Ausritten bis zu Panikattacken und wird zum Durchgänger. Im Sommer 07 beginnt ein hartnäckiger Husten. Gaben von Ventipulmin und Sputulysin  führen zu einer allergischen Reaktion und müssen abgesetzt werden. Im Oktober 07 wird eine Bronchoskopie durchgeführt. Geysirs Lungen sitzen zu. Er bekommt deshalb Antibiotikum, Cortison und Inhalationen. Im November 07 geht es ihm besser, doch vom Herbst 07 bis zum Juli 08 verliert er nicht sein Winterfell!  Seine Leberwerte sind nicht in Ordnung und es fehlen ihm Zink und Selen.

Im Januar 08 bekommt er Durchfall und eine darauf folgende Kolik. Er zieht sich innerlich zurück, zeigt an nichts mehr Interesse und hat einen traurigen Augenausdruck. Sein immer noch dichtes Fell machte ihm Probleme. Diese zeigten sich in schlechten bröckelnden Hufen mit Hufabszessen, die in einer Tierklinik behandelt wurden mit Mitteln zum Einreiben der Hufe.

Im Sommer zieht Geysir mit Freund Askur in den neuen Stall nach Rosswälden. Er erholt sich im neuen Stall, hat aber immer noch Angstattacken. Unruhig läuft er bei jedem Geräusch aus dem Stall hinaus und wieder hinein. Er hat Stress auf der Koppel.

Er ist ein „ganz armes Schwein“. Seine inneren Verspannungen hindern ihn am Traben, er kann nur tölten. Aufgepasst Islandreiter : ein Isländer M U S S auch traben können, nicht nur tölten !!!  Ich sehe Geysir Ende August zu ersten Mal. Er hatte gerade sein Winterfell vom Vorjahr verloren und bereitete sich schon wieder auf den nächsten Fellwechsel vor. Seine Halsbasis, der CTÜ, war blockiert und wurde entsprechend genadelt. Seine Lungenprobleme meldeten sich über den schmerzhaften Lungen-Zustimmungspunkt und den entsprechenden
Alarmpunkt.

Außerdem schmerzte das Zwerchfell von der langen Hustenerkrankung. Die Wirbelsäule war vom Widerrist bis zum Schweifansatz blockiert und musste Wirbel für Wirbel manuell behandelt werden. Er erhielt eine Gabe Natrium-Chl. C 10.000

als großes Kummermittel,  dazu nadelte ich seine Lungen- und wichtige Milz-Pankreas-Punkte. Zur Entgiftung bekam er eine Bio-Resonanz-Therapie, dazu Lymphdiaral und Nierentropfen.

Ende September, zur zweiten Behandlung, macht Geysir eine munteren frech-fröhlichen Eindruck. Er kann zwar noch nicht traben, hat sich aber dem Leben wieder zugewendet. Seine „ Mama“, Frau Göttert, ist begeistert. Ich beschließe ihm eine Natrium-Chloratum in der C 1000 zu geben für sein Zentralnervensystem, dazu weiterhin Lymphdiaral und Selenokehl.

Rechts nadele ich seine Leberachse, dazu stärke ich seinen Rücken und behandele einige Magenpunkte. Sein Futter wird ausgetestet und außer ein wenig Hafer und einem Mineralstoff-Würfel erhält er keine weiteren Futtermittel.
Mitte Dezember korrigiere ich lediglich seinen Widerrist, ansonsten finde ich nichts Auffallendes. Er ist gut gelaunt und munter.

Anfang März 09 kann Geysir begeistert traben !!!  Sein Fell ist noch dicht, aber fein und ordentlich. Draußen ist es noch winterlich kalt.

Den anderen Leuten im Stall ist aufgefallen, dass Geysir und Askur ( den ich ebenfalls behandelt hatte) ruhig und zufrieden geworden sind. Sie strahlen eine tiefe Ruhe aus, sogar bei großer Unruhe im Stall bleiben Beide „cool“.

Jetzt kann Frau Göttert nach Lust und Laune traben oder tölten auf ihrem kleinem Clown Geysir, der seinem Leben schon weit entfremdet war. Tiere haben eben doch GEFÜHLE…….

Dipl.Agrar.Ing.
Gudrun Högele

Tel.07942-941530
Mob. 0173 – 327 90 29

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